Presse-Echo
21.04.2008
Bericht in „HANDICAP - Das Magazin für Lebensqualität“
in der Rubrik „Kultur & Lifestyle“
Lifte und Aufzüge von Hiro verhelfen behinderten Menschen zu mehr Lebensqualität
Das Raumwunder
Des Deutschen beliebtestes Haus hat mindestens drei Etagen: Keller-, Erd- und Obergeschoss. Das ist zweckmäßig und preiswert, solange alle Bewohner gut zu Fuß sind. Sobald das aber nicht mehr der Fall ist, wird es im doppelten Wortsinn eng. Um weiterhin in der gewohnten Umgebung bleiben zu können, müssen mindestens zwei Etagen durch einen Lift erschlossen werden. Das genau ist aber oftmals gar nicht so einfach. Wie es funktionieren kann und auch noch ansprechend aussieht, zeigt das Beispiel von Familie Kaminsky.
„Der Kundenbetreuer von Hiro hat ganz schön geschwitzt, nachdem er den Auftrag angenommen hatte“, berichtet Monika Kaminsky. Kein Wunder, denn immerhin war er sehr viel mutiger als einige seiner Kollegen von anderen Firmen, die erst gar kein Angebot abgegeben hatten, weil der von Familie Kaminsky gewünschte Plattformlift angeblich technisch nicht umsetzbar war. Dabei sind die Bedingungen im Hause Kaminsky nicht ungewöhnlich, sondern so wie in unzähligen anderen Häusern auch: In der schmucken Doppelhaushälfte führt eine Holztreppe vom Keller bis ins Dachgeschoss. „Das war wirklich Millimeterarbeit, aber es hat geklappt“, erzählt Monika Kaminsky.
Zunächst hatte die Familie den Einbau eines Treppenlifts mit fest installiertem Sitz in Erwägung gezogen, damit Dirk Kaminsky die verschiedenen Etagen in seinem Haus erreichen kann. Doch dann verschlechterte sich der Gesundheitszustand des ehemaligen Projektleiters aufgrund einer fortschreitenden Nervenerkrankung zusehends, und es wurde absehbar, dass er schon bald auf die Benutzung eines Rollstuhls angewiesen sein würde. Als der heute 42-Jährige dann zum wiederholten Male auf der Treppe gestürzt war, stand die Entscheidung fest, dass zügig eine dauerhafte Lösung her muss. Also machte Monika Kaminsky sich an die Recherchen und stieß auf mehr Schwierigkeiten als sie erwartet hatte. Ein Senkrechtlift schied schon alleine wegen der hohen Kosten aus, zudem ist der Umbauaufwand für eine solche Lösung immens. Auch ein System, das mit Deckenschienen arbeitet, war im Fall der Kaminskys nicht optimal.
Einbau in enger Abstimmung mit dem Architekten
Bei neun Firmen hat Monika Kaminsky schließlich nach einem Angebot gefragt. „Mir war dabei wichtig, dass die Lösung nicht nur technisch, sondern auch optisch ansprechend ist“, berichtet sie. Einige Firmen winkten nur schon nach Ansicht der Grundrisspläne ab; ein Anbieter reagierte überraschend: Eine Lösung sei zwar technisch machbar, aber man könne von einem Hilfsmittel für Behinderte nicht auch noch erwarten, dass es schön sei. Letztlich blieben zwei Firmen übrig, von denen die Wahl auf Hiro fiel. „Die haben sich von Anfang an unheimlich eingesetzt und auch den schönsten Vorschlag präsentiert“, berichtet Monika Kaminsky rückblickend. Gleich nach der Auftragserteilung machten sich die Techniker des Bielefelder Unternehmens an die Arbeit. In enger Zusammenarbeit mir dem Architekten des Hauses und dem Hersteller der Treppe erstellten sie die notwendigen Pläne und begannen mit dem Einbau. Nach einigen Abstimmungen und Anpassungen war der Lift schließlich installiert.
Wie viel Mühe es gekostet hat, den Plattformlift einzubauen, sieht man ihm heute nicht mehr an. Im Gegenteil wirkt er so, als wäre er von Anfang an ein Teil des Hauses gewesen. Das filigrane Stahlgerüst, das ihm die nötige Stabilität verleiht, wirkt keineswegs störend und fügt sich gut in das Gesamtbild ein. Die Plattform selbst klappt sich auf Knopfdruck automatisch zusammen, steht deshalb nicht störend im Weg und gibt die Treppe für Fußgänger frei. Diese können überdies die obere der beiden Laufschienen des Lifts als Handlauf benutzen. Lediglich die untere Laufschiene, die aber ohnehin nicht in Griffhöhe ist, hat eine rein technische Funktion und ist deshalb eingefettet. „Unsere Putzfrau wollte uns mal etwas Gutes tun und hat diese Schiene deshalb gründlich sauber gemacht“, erzählt Monika Kaminsky schmunzelnd. Auch bei einem solchen Zwischenfall hat sich der Service von Hiro bewährt. „Unter der Notfalltelefonnummer, die auf dem Lift angegeben ist, ist immer jemand erreichbar, der sofort weiterhilft“, berichtet die 40-Jährige. Auch im Fall der übereifrigen Putzfrau war schon am nächsten Tag jemand vor Ort und brachte die Angelegenheit wieder in Ordnung. Bei den ohnehin seltenen Problemen ist es aber meistens gar nicht nötig, dass ein Techniker kommt. „Es kann passieren, dass die Steuerelektronik etwas durcheinander gerät, wenn der der Notstopp aktiviert wurde. Dann genügen meistens ein paar Tipps am Telefon, um das Problem zu beheben“, berichtet Monika Kaminsky.
Einfache und bequeme Bedienung
Zur besonderen Zuverlässigkeit des Plattformlifts von Hiro trägt auch bei, dass er während der Fahrt über Akkus angetrieben wird. Diese werden auf jeder Station automatisch aufgeladen und machen den Lift zumindest für einen gewissen Zeitraum unabhängig, wenn einmal der Strom ausfällt. Aber selbst wenn der Motor einmal komplett ausfallen sollte, hängt der Benutzer nicht in der Luft, weil der Lift über eine Notabsenkung jederzeit auf die nächst tiefere Etage gefahren werden kann. Die gesamte Bedienung erfolgt über ein Handbediengerät am Lift und ist so einfach, dass sie intuitiv entweder vom Benutzer oder von einer Begleitperson durchgeführt werden kann. Um den Lift bequem einklappen zu können, stehen außerdem auf jeder Etage Handsender zur Verfügung. Dirk Kaminsky ist durch seine Krankheit inzwischen bei vielen alltäglichen Verrichtungen auf Assistenz angewiesen. Die Fahrten mit dem Plattformlift kann er allerdings noch mühelos selbständig durchführen, was ihm sichtlich Freude bereitet und für ihn einen deutlichen Zugewinn an Mobilität und Lebensqualität bedeutet.
Auskünfte: Hiro Lift Hillenkötter & Ronsieck GmbH, Meller Straße 6, 33613 Bielefeld, Tel.: 0521/965520, Fax: 0521/9655240, E-Mail: info@hiro.de, Internet: www.hiro.de
Text und Fotos: Volker Neumann
www.handicap.de
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