Wem die Anschaffungskosten für einen Treppenlift zu hoch erscheinen, der kann unter Umständen auf eine Mietanlage zurückgreifen. Auf den ersten Blick bieten derartige Lösungen bemerkens-werte Vorteile. Beispielsweise sind nach einer Anzahlung je nach Modell monatliche Raten von nur 50 bis 150 Euro möglich. Die regelmäßige Wartung und Instandsetzung wird meist kostenlos durchgeführt. Bei Zuordnung in einen Pflegegrad können Sie auch bei der Miete eines Lifts mit einem Zuschuss von der Krankenkasse rechnen.

Richtig kalkulieren

Dem Vertragsabschluss sollte ein Gespräch mit einem Fachberater vorausgehen, in dem Sie sich umfassend über die Bedingungen der Treppenliftmiete informieren können. Nur so können Sie als Kunden richtig kalkulieren, ob das Mieten in ihrem Fall Sinn macht oder ein Neukauf am Ende doch die günstigere Variante ist. Von hoher Bedeutung für die Entscheidungsfindung sind vor allem zwei Aspekte: die geplante Nutzungsdauer des Lifts und der Verlauf Ihrer Treppe.

Nutzungsdauer beachten

Generell gilt: je kürzer der Zeitraum ist, in dem Sie auf die Hilfe eines Treppenlifts angewiesen sind, desto eher lohnt sich ein Mietvertrag. Wenn Sie also beispielsweise nach einem Unfall nur für eine bestimmte Zeitspanne nicht selbständig den Treppenaufgang bewältigen können, ist die Miete eines Lifts eine denkbare Option. Achten Sie dabei allerdings auf vertragliche Regelungen, die eine bestimmte Laufzeit fest vorgeben.
Eine Mietanlage rentiert sich hingegen nicht mehr, wenn Sie befürchten müssen, dass sich Ihre Mobilität in den kommenden Jahren tendenziell weiter vermindern wird.

Keine Treppe gleicht der anderen

Die baulichen Gegebenheiten in Ihrem Wohnbereich begrenzen ebenfalls die Möglichkeiten, auf einen gemieteten Lift zurückzugreifen. Sind zwei Etagen durch eine gerade Treppe miteinander verbunden, bestehen Chancen, dass ein bereits gefertigtes Modell mit entsprechender Länge an Ihre Stufen montiert werden kann.
Müssen hingegen kurvige Treppen überwunden werden, kommt eine Mietanlange nur in den seltensten Fällen in Frage. Da die Fahrbahn des Lifts an Ihren Treppenverlauf angepasst wird, entstehen Fertigungskosten, die Ihnen auch bei einem Mietmodell in Rechnung gestellt werden müssen. Die Anlage passt schließlich nur in Ihren Haushalt. Für Treppenhäuser in anderen Gebäuden ist sie nicht wieder verwendbar.

Fazit

Die Miete eines Treppenlifts lohnt sich also nur, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen. Bei geradem Treppenverlauf und einer kurzen Nutzungsdauer macht eine Mietanlage gegebenfalls Sinn. Bei kurvigen Treppen und einer ungewissen Zeitplanung ist es meist preiswerter, sich für den Kauf eines Neugeräts zu entscheiden.